Annes Weihnachtsmenü

Das Hauptgericht fügt sich sehr gut in übliche Weihnachtsessen ein und ist damit sowohl sehr gut für alle, die gemeinsam mit einer fleischliebenden Familie feiern, als auch alle, die gemeinsam vegan essen möchten ohne dabei auf die gewohnte Festlichkeit verzichten zu wollen, gut geeignet.

Zwei sehr angenehme Nebeneffekte des Menüs: seit ich vegan Weihnachten feiere, bin ich zwar sehr gut gesättigt, fühle mich jedoch nicht mehr den ganzen Abend überfüllt. Zudem ist das Essen sehr gut vorzubereiten, da es im Gegensatz zu echten Fleischgerichten nicht ewig garen und zartwerden muss, so dass ich Heiligabend keinen Kochstress habe.

Alternative Nachspeise: Mousse au Chocolat

 

Salat mit Granatapfelkernen
und Kastanien

Kopfsalat waschen und in kleine Stücke zerpflücken und das Wasser soweit möglich abschütteln. Mit etwa der gleichen Menge
Rucola vermengen.

1 EL Dolce Di (Apfelsüße, alternativ etwas Agavensirup* oder Zucker, in diesem Fall die Ölmenge etwas erhöhen und/ oder etwas Wasser zufügen),
2 EL Sherryessig,
3 EL Rapsöl und eine kleine Prise
Salz kräftig miteinander vermischen (am Besten in einem Schraubglas kräftig schütteln). Den Salat mit nicht zu wenig
Granatapfelsamen und etwa gedrittelten
Esskastanien (am besten frisch aus dem Ofen, sonst aber einfach fertig gekochte – gibt es sowohl im Supermarkt als auch im Bioladen) bestreuen und mit wenig Dressing beträufeln.

* erhältlich im Reformhaus Mohring oder Naturkost Hall

 

 

festliches Preiselbeer-Gulasch

mit Kroketten oder Klößen

Ergibt circa 4 Portionen

Ein sehr festliches, würziges Gulasch. Bei unserem Weihnachtsstand kam es sehr gut an! Viele waren sehr überrascht und meinten, hätte man ihnen das Essen im Restaurant vorgesetzt, sie hätte nicht gemerkt, dass es sich nicht um Fleisch handelt ;).

weihnachtsmenü

300g Veggie-Rinderfilet* in kleine Stücke zupfen und in
Öl (circa 3 EL) scharf anbraten.
1 große Zwiebel sehr fein schneiden, zusammen mit dem Veggie-Rinderfilet und
etwas Öl (circa 1 EL) fertig braten und anschließend mit
Salz und reichlich frisch gemahlenem
schwarzem Pfeffer würzen. An den Rand schieben und in die Mitte
1TL Zucker geben, dunkelbraun karamellisieren lassen, schnell mit dem Gulasch verrühren.
1 EL Senf dazugeben, kurz mitbraten, mit einem sehr ordentlichen Schuss
kräftigen Rotweins (circa 200ml) ablöschen, zudem einen guten Schuss
Orangensaft (circa 150ml) unterrühren. Mit
6 Wacholderbeeren,
6 Pimentkörnern,
3 Nelken,
1 Lorbeerblatt,
1/2 TL Thymian,
1 Prise Muskatnuss,
1 Messerspitze Koriander und
2 EL Preiselbeeren (aus dem Glas) würzen, noch etwas bei niedrigster Stufe vor sich hinköcheln lassen (ruhig vorkochen, dann kann alles schön durchziehen). Vor dem Servieren bei Bedarf noch etwas Rotwein und/ oder Orangensaft hinzufügen, so dass ausreichend Sauce da ist, und nochmals mit Pfeffer abschmecken, wer zuvor zu zurückhaltend war. Nicht vergessen, die Gewürze – insbesondere die Nelken! – vor dem Essen zu entfernen.

* erhältlich im Reformhaus Mohring (und über den veganen Onlineversand, z.B. www.alles-vegetarisch.de)

Tipp: Da der Rotwein wesentlich zum guten Geschmack beiträgt, sollte nicht der billigste genommen werden.. – empfehlenswert ist hier ein kräftiger spanischer.

Im Gegensatz zu Fleisch ist es nicht notwendig, das Gulasch lange kochen zu lassen, damit es schön zart und aromatisch wird – das Gulasch ist daher sehr schnell und unkompliziert zubereitet und kann auch sehr gut vorbereitet werden. Damit die Gewürze dennoch gut durchziehen, wird es einfach im Voraus zubereitet.

Als Beilage

1 Packung Kloßteig zu Klößen formen und nach Anleitung zubereiten oder tiefgefrorene Knödel aus dem Bioladen nehmen. Alternativ (möglichst eifreie, z.B. Pom Poms von McCain)
Kroketten im Backofen zubereiten.

 

 

buntes Winter-Ofengemüse

Neben dem fleischersatzlastigen Hauptgericht sollten Gemüsegerichte wie dieses und das folgende nicht fehlen – auch die Fleischesser bedienen sich bei uns sehr gerne daran und freuen sich, dass das Weihnachtsmenü weniger fleisch- (und veggiefleischlastig) als früher ist.

Pastinaken,
Butternusskürbis und
rote Zwiebeln im Ofen rösten (zuvor in mundgerechte Stücke schneiden), nur mit
Salz, frisch gemahlenem
schwarzem Pfeffer, nicht aromatisierter
Margarine (Alsan*) und
frischer Petersilie, grob geschnitten, anmachen.
Zusätzlich passen Mairübchen, Topinambur sowie 1 kleine Steckrübe und ein paar Möhren (als Farbtupfer) sehr gut dazu.

*erhältlich im Reformhaus Mohring oder Naturkost Hall

 

 

Rosenkohl-Hokkaido-Gemüse

Die ungewöhnliche Kombination war eine Idee meiner Schwägerin. Mir gefällt der Kontrast von grünem Rosenkohl und orange-rotem Hokkaido.

~500g Rosenkohl in einem Dünsteinsatz bissfest garen (Tipp: nach 8 Minuten einen Rosenkohl probieren). Währenddessen
1/2 Hokkaido-Kürbis (mittelgroß) aushöhlen und in mundgerechte Stücke schneiden,
1/2 kleine Stange Lauch (sonst 1/4 große) in feine Ringe schneiden, beides in einer Pfanne mit wenig Öl leicht anbraten (nicht bräunen), mit
~2/3 P. Hafersahne* ablöschen und gar kochen. Rosenkohl dazugeben, mit
Salz, frisch gemahlenem
schwarzem Pfeffer, frisch geriebener
Muskatnuss (nicht zu wenig) und etwas
Gemüsebrühe (z.B. von Alnatura (dm)) abschmecken.

* erhältlich im Reformhaus Mohring oder Naturkost Hall

 

 

Rote Grütze mit Vanillesauce

Auch dieses Rezept eignet sich besonders gut für ein stressfreies Weihnachtsmenü, da es sehr unkompliziert ist, sehr gut vorbereitet werden kann und trotzdem immer wieder lecker ist.

1 Glas Schattenmorellen abtropfen lassen, Saft dabei auffangen.
1 kg tiefgefrorene Beerenmischung mit etwas Kirschsaft und einem Schuss
Rotwein (gleicher wie zuvor) in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Je nach Flüssigkeitsmenge noch Kirschsaft nachgießen. Nach eigenem Geschmack mit
Agavensirup, Zucker oder ähnlichem abschmecken. Ein leeres Schraubglas mit kaltem Wasser füllen,
3 gehäufte EL Mehl hinzugeben, kräftig schütteln, so dass keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Unter Rühren teilweise in die Beerenmischung gießen. Einen TL der Roten Grütze auf einer Untertasse im Kühlschrank erkalten lassen. Bleibt sie zu flüssig, mehr Mehl-Wasser dazugeben. Kalt mit (auf Wunsch verdünntem)
Vanille-Sojapudding* servieren.

* erhältlich z.B. im Naturkost Hall, im Reformhaus Mohring oder bei Edeka (Süd)

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