Chili con Tofu

Chili eignet sich prima für einen schönen Koch- und/ oder Ess-Abend mit Freunden – z.B. an Silvester! Dazu das Chili zusammen mit (selbstgemachten oder gekauften) Tortillas, Guacamole, Refried Beans, Salsa, Mais, frischen Paprikastücken und Salat servieren – zum Befüllen der Tortillas ganz nach Lust und Laune :)! Es kann sowohl alles gemeinsam geschnippelt und gekocht werden, als auch das Chili und das Drumherum gut vorbereitet werden, so dass mit den Gästen nur noch gemütlich die Tortillas befüllt werden.

P1030045b

Zunächst eine kurze Anleitung, wie die folgenden Rezepte zusammen gegessen werden:
jeweils einen Tortillafladen mit einem (Eisberg-)Salatblatt belegen, nach Belieben mit Chili con Tofu oder Refried Beans und einer beliebigen Mischung aus Guacamole, Salsa, Paprikastücken, Mais und Zwiebelringen belegen.

Unten den Fladen hochschlagen, damit die Füllung beim Hochnehmen nicht herausläuft, und die beiden Seiten in die Mitte schlagen, so dass eine Tasche/ Rolle entsteht, die man zum (direkten) Essen in die Hände nehmen kann.

Chili con Tofu

400g Tofu kleinbröseln, in
8 EL heißes Olivenöl geben, anbraten bis die Tofubrösel schon relativ kross sind, dabei gelegentlich umrühren.

In der Zwischenzeit
200g Zwiebeln (~2 Stück) klein- und
1-2 grüne und/ oder rote Paprikaschoten nicht ganz so klein hacken, dazugeben, kurz mitbraten bis glasig,

mit
6 TL Kreuzkümmel (leicht gehäuft),
4 TL Oregano,
3 TL Paprika,
1 stark gehäuften EL Pflaumenmus (ungewürzt) oder 2 TL Zucker und nicht zu wenig
Salz kräftig würzen.
1 Dose Tomaten mit einer Gabel zerquetschen (die Tomaten..) – entweder direkt in der Pfanne oder bei empfindlichen Pfannen in einem tiefen Teller.
3 fingerlange grüne Chilischoten, grob entkernt, dazugeben – da die Schärfe in den Kernen und Trennwänden sitzt, entferne ich diese zu großen Teilen, wenn ich die Chilis nicht kenne, und bewahre das Herausgeschnittene auf, um bei Bedarf später nochmal nachzuschärfen. Ich nehme lieber etwas mehr Chilis, denen ich die Kerne entnehme, als wenige mit allen Kernen, da die Chilis nicht nur Schärfe, sondern auch Geschmack beisteuern!
2 Knoblauchzehen dazupressen,
150ml kräftige Gemüsebrühe dazugeben und
1/2 EL Essig unterrühren, noch etwas vor sich hinköcheln lassen.

Auch wenn echtes Chili eigentlich keine Bohnen oder Mais enthält, finde ich es sehr lecker, beides hinzuzufügen, und dazu auch noch die rote und grüne Paprika. Daher:
1 Dose Kidneybohnen und
½ Gläschen Mais (~150g) abtropfen lassen und unterrühren und nochmals kurz aufkochen lassen. Bei Bedarf nochmals mit den verwendeten Gewürzen abschmecken.

Maistortillas

Da die wenigsten Menschen einen Tortillamaker haben, mit dem die Zubereitung wirklich Spaß macht, ist die einfachste Lösung, fertige Tortillas zu kaufen, die es mittlerweile in den meisten Supermärkten gibt. Durch die sowieso nicht schönen Konservierungsmittel schmecken sie allerdings z.T. leicht säuerlich, frische sind wesentlich leckerer! Wenn gemeinsam gekocht wird, lohnt es sich daher durchaus, selbst welche zu machen.

100g Maismehl mit etwas
Salz,
2 EL Öl und
125ml heißem Wasser verrühren, 10 Minuten quellen lassen.
50g Weizenmehl und
1/4 TL Backpulver untermischen, alles zu einem glatten Teig kneten. In vier Stücke teilen, auf wenig Mehl zu Tortillas (runden, ~messerrückendicken Fladen, ~18cm) ausrollen. Eine Pfanne mit wenig Öl bestreichen und stark erhitzen. Tortillas auf jeder Seite 1-2 Minuten backen, fertige zugedeckt zur Seite stellen.

Refried Beans

Die Refried Beans können gut weggelassen werden, wenn es einem sonst zu viel wird, sind aber ansonsten eine schöne Bereicherung, da sie eine zweite Hauptfüllung darstellen, die sehr cremig, ganz anders als das Chili, ist. Chili und Bohnen können natürlich auch gemeinsam in einen Tortillafladen gewickelt werden. Hier ein Grundrezept für die Bohnen:

1 Zwiebel fein würfeln, in
2 EL Öl leicht anbraten.
1 Knoblauchzehe und
1 grüne Chilischote ebenfalls fein würfeln und hinzugeben.
1 Dose Kidneybohnen abtropfen lassen und mit einem Kartoffelstampfer matschig stampfen. Zusammen mit
150ml Wasser in die Pfanne geben. Unter Rühren etwa fünf Minuten braten. Die Bohnen können beliebig oft unter Zugabe von weiterem Wasser wiedererhitzt werden.

Nach Belieben mit Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und etwas Paprika abschmecken. Wer mag, kann auch etwas frischen Koriander untermischen.

Guacamole

Es gibt viele Varianten von Guacamole, alle basieren auf zermatschter Avocado. Ich mache meine immer frei Schnauze ;). Oft wird Zitronensaft hinzugefügt, damit sie sich nicht verfärbt. Mir ist das zu säuerlich. Ich mische daher immer etwas Tomatenwürfel unter die Avocado, so verfärbt sie sich auch nicht so schnell. Außerdem kommt in meine Guacamole neben Salz und Pfeffer noch etwas sehr fein gewürfelte Zwiebel und – wenn keine Korianderhasser mitessen ;) – etwas frisches Koriandergrün. Wer mag, gibt noch etwas Knoblauch dazu.

Salsa picante

400g Tomaten,
1 kleine Zwiebel,
2 Knoblauchzehen und
4 grüne Chilischoten kleinschneiden, zusammen mit
1/2 TL Cumin (Kreuzkümmel),
1 TL Oregano und
1/2 TL Salz vermischen.

Essigzwiebeln

1 weiße Zwiebel in feine Ringe schneiden, mit
3 EL Weißwein- oder Apfelessig,
100ml kaltem Wasser und
1/2 TL Salz vermengen und mindestens eine Stunde durchziehen lassen. Danach abgießen und abtropfen lassen.

Außerdem

rote Paprika in Stücke schneiden, in ein Schälchen füllen.
Salatblätter (am besten Eisbergsalat) vorsichtig waschen und trocken tupfen.
Mais aus der Dose/ dem Glas abtropfen lassen, ebenfalls in ein Schälchen füllen.

Tipp: Sollte jemand keinen Kreuzkümmel im Haus haben: die Anschaffung lohnt sich! – er ist nicht nur für Chili unentbehrlich, sondern wird z.B. auch für zahllose sehr leckere indische Gerichte benötigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.